24. Schwangerschaftswoche (SSW)

  • In der 24. SSW gibt es im 3-D-Babykino viel zu sehen.Bei intensivmedizinischer Betreuung wäre das Kind nun bereits überlebensfähig
  • Schmerzlose Übungswehen bereiten die Gebärmutter auf die Geburt vor
  • Zeit die Namenssuche zu intensivieren

Carlas Tagebuch in der 24. SSW ( Schwangerschaftswoche):

24-SSW-Schwangerschaftswoche

„Ich habe uns ein Namensbuch besorgt, darin sind Babynamen aus allen Ländern der Erde verzeichnet. Im Internet haben wir vorher auch schon nach schönen Namen gesucht, aber das ist Thomas ganz schnell leid geworden. Das Dumme ist ja, dass wir immer noch nicht wissen, ob wir ein Mädchen oder einen Jungen bekommen. Aber nächste Woche muss unser Zwerg sich ganz bestimmt outen: Dann gibt es nämlich einen 3-D-Ultraschall. Mein Arzt nimmt für zwei 3-D-Termine 100 Euro, aber dafür kann ich auch einen Film und die schönsten Fotos auf CD mit nach Hause nehmen. Vielleicht fällt uns der passende Name ein, wenn wir unser Baby einmal richtig sehen können!“

Ungefähr in dieser Schwangerschaftsphase, zum Ende des 6. und Anfang des 7. Monats liegt ein guter Zeitrahmen für einen 3-D-Ultraschall. Ein 3-D-Gerät steht allerdings nicht in jeder Frauenarztpraxis und die meisten Ärzte lassen sich den Einsatz gut bezahlen. Die Krankenkasse zahlt den 3-D-Ultraschall in der Regel nur beim sogenannten Feinscreening, wenn die werdende Mutter die 35 Jahre überschritten hat oder bestimmte Schwangerschaftsrisiken vorliegen.

3-D-Ultraschall: Was bringt das?

3d-Ultraschall-24-SSWBei einem 3-D-Ultraschall zwischen der 24.SSW und 27.Schwangerschsftswoche kann die werdende Mutter mit ihrem Partner – und eventuell auch gemeinsam mit den erwartungsvollen Geschwistern – das Baby dreidimensional auf dem Monitor sehen. Medizinische Laien erkennen auf diesen Bildern sehr viel besser alle Einzelheiten, außerdem ist sogar die Gesichtsmimik darstellbar.

Aus den 3-D-Aufnahmen entstehen besonders schöne Babyfotos, manche Ärzte brennen auch einen kleinen Film auf CD: wertvolle Erinnerungsstücke für spätere Zeiten. Die Preise für den 3-D-Ultraschall sind von Arzt zu Arzt verschieden.

Ziehen der Mutterbänder: ausruhen und Beine hoch!

Die werdende Mutter kommt allmählich in die anstrengende letzte Phase der Schwangerschaft. Der obere Gebärmutterrand liegt längst oberhalb des Bauchnabels, die „Kugel“ wächst von Tag zu Tag. Die Mutterbänder müssen immer mehr aushalten, sie stützen den schwerer werdenden Bauch. Ein kurzes, schmerzhaftes Ziehen im Unterleib kündet oftmals davon, dass die Belastung steigt. Schwangere sollten sich ab jetzt mehrere Ruhepausen über den Tag verteilt gönnen, die Beine hochlegen und einfach mal durchatmen.

Übungswehen ab der 24. SSW

Vielleicht hat die werdende Mutter in dieser Schwangerschaftswoche auch schon ihre ersten Übungswehen. Diese äußern sich durch schmerzlose, aber recht kräftige Kontraktionen der Gebärmutter. Schwangere nehmen diese Vorwehen als ein Hartwerden ihres Bauches wahr, das aber nach recht kurzer Zeit wieder aufhört. Die Gebärmutter ist ein großer Muskelschlauch, der für die anstehende Geburt trainiert. Eine harmlose Erscheinung also, die nur darauf hindeutet, dass es bald in die Zielkurve geht. Sollten die Übungswehen besonders häufig vorkommen oder sogar schmerzhaft werden, ist vorsichtshalber der Gang zum Arzt oder in die Klinik angesagt!

Überlebensfähiges Baby in der 24. SSW

24-Schwangerschaftswoche-3d-UltraschallAb dieser Schwangerschaftswoche hätte das Baby bei einer Frühgeburt gute Überlebenschancen, wenn der Kampf auf der Intensivstation auch anstrengend wäre. Falls in dieser Zeit tatsächlich erste Wehen auftreten oder Fruchtwasser austritt, tun die Ärzte allerdings alles dafür, dass das Kind zumindest noch ein paar Wochen im Mutterleib reifen kann.

Jeder Tag, den der Zwerg in der Geborgenheit des mütterlichen Körpers verweilt, kommt seiner Widerstandskraft gegen die „Welt dort draußen“ zugute.

Gehirn und Lunge bereiten sich vor

Der Platz in der Gebärmutter reicht noch immer gut aus, um herumzuturnen, das bekommt die werdende Mutter deutlich zu spüren. Die kindlichen Bewegungen dienen nicht nur der Verbesserung von Motorik und Reflexen, sie wirken sich auch positiv auf die Hirnreifung aus. Das Baby ist nun ungefähr 30 Zentimeter lang, gemessen vom Scheitel bis zur Ferse. Mit seinen etwa 700 bis 800 g bringt es schon ein ordentliches Gewicht auf die Waage.

In den kindlichen Lungenflügeln befinden sich nun fertige Luftkanäle und Blutgefäße. Wenn sich in dieser Schwangerschaftswoche oder in den Wochen danach eine Frühgeburt ankündigt, dann erhält die Schwangere vorbeugend eine kortisonhaltige „Lungenreifungsspritze“, die dafür sorgt, dass die feinen Lungenbläschen des Kindes sich möglichst nicht verkleben.

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