Schwangerschaftswochen – die Schwangerschaft im Überblick

Viele Paare arbeiten über Monate und Jahre darauf hin, andere wiederum überrascht es aus heiterem Himmel: Eine Schwangerschaft ist selten genau planbar, doch immer der Beginn einer spannenden Zeit. Die werdenden Eltern erleben in den Schwangerschaftswochen (SSW), dieser besonderen Phase viele kleine und große Wunder. Sie haben aber auch mit Unsicherheiten und Problemen zu kämpfen.[/twocol_one_last]

Der Beginn einer großen Liebe

schwangerschaftswochenMediziner bemessen die durchschnittliche Schwangerschaft in 40 Wochen, dabei beginnt die Zählung zu einem Zeitpunkt, an dem Samen und Eizelle noch gar nicht miteinander verschmolzen sind, nämlich am ersten Tag der letzten Periode. Diese Festlegung hat man getroffen, weil der eigentliche Tag der Befruchtung selten genau bekannt ist. Er lässt sich aber später anhand der Ultraschallbilder in etwa berechnen. Manche Frauen spüren intuitiv recht schnell, dass sie schwanger sind, andere wiederum sind wochen- oder gar monatelang völlig ahnungslos. Wer gelernt hat, seinen Körper genau zu beobachten, dem werden die ersten Schwangerschaftsanzeichen wie die fehlende oder eingeschränkte Periode, verstärkte Schleimbildung, ziehende Bänder im Unterbauch und eventuell erste Übelkeitsgefühle nicht entgehen. Die meisten Frauen greifen dann erst einmal zum Test aus der Drogerie, dessen Ergebnis allerdings erst ab dem zweiten Tag nach der ausbleibenden Periode als gesichert einzuschätzen ist.

Eine Zeit froher Hoffnung: Was geschieht während der Schwangerschaft?

Der Gynäkologe berechnet normalerweise anhand der Daten des ersten Ultraschallbildes den voraussichtlichen Entbindungstermin des Babys (ET). Der ET bildet den rechnerischen Endpunkt der Schwangerschaft. Die meisten Kinder werden allerdings nicht direkt am ET geboren, sondern in der Zeit von zwei Wochen davor bis zu zwei Wochen danach. Und natürlich gibt es auch diejenigen Babys, die es ganz eilig haben und viel früher auf die Welt kommen.

1. Trimester:  So fängt alles an – die ersten 13 Schwangerschaftswochen

Von Anfang an, direkt nach Befruchtung der Eizelle, steht fest, ob das werdende Kind ein Mädchen oder Junge ist. In der vierten Schwangerschaftswoche (SSW) nistet sich das befruchtete Ei in der Gebärmutter ein, bis zu diesem Zeitpunkt hat es sich bereits mehrfach geteilt. Etwa ab der fünften Woche ist aufgrund der hormonellen Umstellung mit ersten Schwangerschafts-Symptomen zu rechnen. Die Nabelschnur bildet sich, die Gebärmutter wächst, doch von außen ist im ersten Trimester selten schon etwas zu sehen. Schon in der sechsten Schwangerschaftswoche bilden sich Augen, Arme, Beine und das Herz des Kindes. Die Mutter wird sich in dieser Phase häufiger erschöpft fühlen, denn ihr Körper stellt sich grundlegend um. Am Ende des ersten Trimesters wiegt der Winzling im Bauch der Mutter ungefähr 40 g. Wenn die 12. SSW vorüber ist, atmen viele Paare erst einmal auf, denn die nun zurückliegende Phase gilt als die unsicherste Zeit der Schwangerschaft: Frühaborte sind hier besonders häufig.

2. Trimester:  14 – 27. Woche -  richtig schön schwanger

Im zweiten Schwangerschaftsdrittel haben sich die meisten Frauen gut an den neuen Zustand gewöhnt, die Übelkeit geht normalerweise zurück und auch die Erschöpfungsphasen nehmen ab. Der Bauch rundet sich nun allmählich, einige Frauen spüren die ersten zarten Kindsbewegungen schon in der 16. oder 17. Schwangerschaftswoche. Der Fötus nimmt im 2. Trimester kräftig zu, alle Organe sind bereits angelegt und wachsen nun. In der 18. Woche ist das Kind bereits ungefähr 200 g schwer. Die Zeit von der 14. bis 27. SSW eignet sich besonders gut, um vor der Geburt des Babys noch einmal richtig schön Urlaub zu machen. Diese Phase wird von vielen werdenden Müttern als die angenehmste empfunden, danach nehmen die körperlichen Belastungen vor allem durch den stark gerundeten Bauch wieder zu. Die 20. Woche markiert das „Bergfest“, das Baby kann nun hören und besitzt seinen eigenen Schlafrhythmus. Der Fötus ist ein fertiger, kleiner Mensch, der sich nun nur noch auf das Leben „dort draußen“ gründlich vorbereiten muss. Ungefähr am Ende dieses Trimesters überschreitet das Baby die 1 kg Körpergewicht.

3. Trimester: 28 – 40. Schwangerschaftswoche  – Endspurt im Duett

schwangerschaftsanzeichenAb der 28. Schwangerschaftswoche geht es für Mutter und Kind in den Endspurt. Viele Schwangere leiden zu dem Zeitpunkt unter Wassereinlagerungen und Schlafproblemen. Das Liegen im Bett wird immer ungemütlicher, die meisten werdenden Mütter stützen ihren großen Bauch mit einem Kissen. An Aktivitäten mangelt es der Schwangeren trotzdem nicht: Der Nestbautrieb setzt spätestens im dritten Schwangerschaftsdrittel ein. Nun wird eifrig am Kinderzimmer gebastelt und in der Babyabteilung der Kaufhäuser gestöbert. Ab der 30. SSW senkt sich ganz allmählich der Bauch, bei vielen Frauen ist dies mit schmerzlosen Senkwehen verbunden. Sollten die Wehen allerdings schmerzhaft werden und in regelmäßigen Abständen auftauchen, ist Vorsicht gefragt: Die Schwangere sollte sich dann besser mit ihrem Arzt oder einer Hebamme in Verbindung setzen. In der 33. Schwangerschaftswoche ist die Lunge des Babys weitgehend reif, bei einer Frühgeburt könnte es wahrscheinlich allein atmen. Das Kind rutscht – hoffentlich kopfüber! – immer tiefer in das mütterliche Becken. Bald steht die Geburt an!

Die Geburt: intensives Feuerwerk für die werdenden Eltern

„Der Respekt vor dem Geburtsvorgang verschwindet auch nach dem ersten Kind nicht, er wird eher noch größer. Aber die intensiven Erfahrungen der drei Geburten haben mein Leben gewaltig bereichert: Jetzt kenne ich die ungeheure Kraft, die im weiblichen Körper steckt.“

Yvonne S., dreifache Mutter

Eine Spontangeburt ist für die meisten Mütter – aber auch für die dabei anwesenden Väter – das intensivste Erlebnis ihres Lebens. Viele Eltern weinen in dem Moment, wenn ihr Baby auf die Welt kommt und sie das kleine, strampelnde Wesen zum ersten Mal im Arm halten dürfen. Aber auch dann, wenn die Spontangeburt nicht gelingt, fällt der Startschuss für eine ganz neue Lebensphase, die es auszukosten gilt.

Viel Glück der neuen Familie!

 

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