Day: 23. Juni 2010

Während sich andere Marlip Händler noch darüber ärgern, daß der vereinbarte Liefertermin letzte Woche nicht eingehalten noch abgesagt wurde, überlegen wir schon, wie der Abverkauf und das Auslisten aller Small World Artikel reibungslos vonstatten gehen kann. Die für letzte Woche Mittwoch avisierten Möbel sind immer noch nicht da und eine neue Avisierung gibt es auch noch nicht.

An nicht eingehaltene Lieferwochen haben wir uns fast schon gewöhnt, auch daß Nachlieferungen nur möglich sind, wenn wir auch zu dem späteren Termin das Auftragsvolumen erfüllen, haben wir in der Vergangenheit hingenommen und eifrig bestellt, damit unsere Kunden nicht noch länger warten.  Manchen Kunden wurde die Wartezeit zu lang und sie stornierten Ihre Bestellung. Die an Marlip weitergeleitete Stornierung wurde dann trotzdem an unser Lager ausgeliefert.

Nun ist aber in den gelieferten Paketen nicht immer das drin, was drauf steht. So wurde uns jetzt ein Bett mit falschem Aufdruck bzw. falscher Farbangabe geliefert und von uns leichtgläubig an unseren Kunden weiterversendet. Dies war laut Marlip unser Fehler. Dass das Bett nun zurückgeholt werden muß und der Kundin ein neues Bett zugesendet wird, ist daher auch unser Problem. Speditionskosten sind daher von uns zu tragen. Wir hätten alle Pakete auf den richtigen Inhalt zu prüfen, so der Marlip Außendienst. Statt einer Entschuldigung, einem Angebot sich an den Kosten zu beteiligen oder einer Kompensation uns oder unserem Kunden gegenüber, wurden wir über unsere Pflichten belehrt. Unbelehrsam wie wir sind -  insbesondere der Chef – verstehen wir nicht,  warum wir die Kosten für das Falschpacken von Marlip tragen sollen.  Das auch das mal passieren kann, okay, aber das wir  nun auch noch Schuld sind, haben wir nicht eingesehen und nun ist der Außendienst beleidigt.

Da Small World zwar auf zufriedene Kunden verzichten kann, aber scheinbar keinen gekränkten Aussendienst verkraftet, stellen sie nun die Geschäftsbeziehungen mit uns ein.

Wir sind zwar ein wenig sprachlos wie manche Hersteller Probleme lösen, aber die Sache hat auch sein Gutes:  Bei uns wird nun ein Ausstellungszimmer frei und erst gestern ist ein Katalog von einer holländischen Firma mit hochwertigen Kindermöbeln gekommen, die sich freuen würde, wenn wir ihre Möbel verkaufen.